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Salamander, wer kennt sich aus?

04 Oct

Autor: admin - Kategorie: 1

Nein, sie sind nicht ausschliesslich bei nassem Wetter unterwegs. Aber eine Affinität zum Wasser ist ihnen nicht abzusprechen. Sie brauchen dieses während der Fortpflanzungszeit und zur Entwicklung ihrer Larven. Allerdings, Überwintern tun alle Salamander, Kröten, Frösche usw. an Land und suchen vor Wintereinbruch einen Unterschlupf in geschützten, frostfreien und feuchten Böden oder sie graben sich in weichem Untergrund ein. Eine beheizte Wohnung wäre niemals der geeignete Platz zum Überwintern. ( was aber nicht unbedingt ausschliesst, dass sie nicht doch aus Versehen in diese gelangen können)

In Deutschland gibt es 2 Vertreter der echten Salamander. Da ist zum einen der Feuersalamander und zum anderen der Alpensalamander. Beim Feuersalamander ( = ” Lurchi ” ) sollte man es vermeiden, diesen anzufassen. Über die Hautdrüsen sondern sie ein schleimiges Gift ab, was aber nur für ihre Fressfeinde gefährlich ist. Es darf aber niemals mit Schleimhäuten ( Augen!) oder offenen Wunden in Berührung kommen. Deswegen sollte man nach einem Kontakt immer die Hände waschen. Hinzufügen möchte ich aber, dass man aber generell nicht diese Tiere anfassen soll, da eine Berührung für diese enormen Stress bedeutet, und nur dann, wenn sie unter Stress stehen, werden die Hautdrüsengifte produzieret.

Zu den beiden einheimischen Salamanderarten:

1. Der Feuersalamander ( Salamandra salamandra ) ist durch seine auffällige gelb-schwarze Färbung mit keinem anderen Lebewesen Mitteleuropas zu verwechseln. Die erwachsenen Tiere leben an Land und ernähren sich von Regenwürmern, Asseln, Schnecken und Insekten. Sauberes, langsam fließendes Wasser ebenso wie ein Tagversteck, vorzugsweise in Laubwäldern, ist für ihn wichtig. Das schränkt sein Verbreitungsgebiet gehörig ein, jedoch gilt er nicht als gefährdet. Feuersalamander kommen von Mitteleuropa bis ins nördliche Afrika vor. Die Larven schlüpfen schon im Mutterleib aus dem Ei und werden direkt ins Wasser abgesetzt. Die gelben Färbungen der Erwachsenen treten in zwei charakteristischen Mustern auf, die zwei Rassen kennzeichnen – entweder eher gefleckt, oder eher gebändert. Untersuchungen haben gezeigt, dass darüber hinaus auch nahe beieinander liegende Salamanderpopulationen sich genetisch stark voneinander unterscheiden können, deshalb bitte nicht an einem Ort aufsammeln und an einem anderen wieder zurücksetzen!

Eigentlich ist der bis zu 20 cm große Feuersalamander nachtaktiv, aber an Regentagen findet man ihn auch tagsüber. In seinem Bewegungseifer ist er alles andere als feurig. Dem ungeachtet, falls man einen Feuersalamander finden sollte, ihn unbedingt dort lassen.

2.Der Alpensalamander ( Salamandra atra) ist für die Amphibien erstaunlich weit in Richtung der Unabhängigkeit vom Wasser vorangekommen. Er bringt voll entwickelte, lungenatmende Junge zur Welt, ist also selbst für die Fortpflanzung nicht mehr auf das Wasser angewiesen! Nichtsdestotrotz ist sein Vorkommen auf Gebiete mit regelmäßigen Niederschlägen oder Nischen mit hoher Luftfeuchtigkeit begrenzt, da er sonst schnell austrocknen würde. Niederschläge nach längeren Trockenperioden bewegen Alpensalamander manchmal dazu, tagsüber auf Futtersuche zu gehen. Dann können sie in großer Zahl auftreten – ansonsten führen sie eher ein verborgenes Dasein. Sie ernähren sich hauptsächlich Würmer, Spinnen und Insekten.

Die Gestalt des um 12 cm großen Alpensalamanders ähnelt der des Feuersalamanders – bis auf das Fehlen der gelben Flecken. Alpensalamander sind in den Gebirgsregionen zwischen 800 bis 2500 m nicht selten, jedoch sind sie, wie der Feuersalamander, nachtaktiv.

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Kommentare

Sie finden hier 2 Kommentare zu “Salamander, wer kennt sich aus?”

  1. merlinshexe meinte am 23. October 2008 - 10:10 Uhr

    im sommer sitzen immer einige an unserem teich und sonnen sich, obwohl es nachtaktive tierchen sind. das tun “unsere” kröten aber auch. wenn du einen in der wohnung hast, dann wird er wohl durch das fenster gekommen

    ID 22664

  2. Meckicat meinte am 23. October 2008 - 14:25 Uhr

    Nein, sie sind nicht ausschliesslich bei nassem Wetter unterwegs. Aber eine Affinität zum Wasser ist ihnen nicht abzusprechen. Sie brauchen dieses während der Fortpflanzungszeit und zur Entwicklung ihrer Larven. Allerdings, Überwintern tun alle Salamander, Kröten, Frösche usw. an Land und suchen vor Wintereinbruch einen Unterschlupf in geschützten, frostfreien und feuchten Böden oder sie graben sich in weichem Untergrund ein. Eine beheizte Wohnung wäre niemals der geeignete Platz zum Überwintern. ( was aber nicht unbedingt ausschliesst, dass sie nicht doch aus Versehen in diese gelangen können)

    In Deutschland gibt es 2 Vertreter der echten Salamander. Da ist zum einen der Feuersalamander und zum anderen der Alpensalamander. Beim Feuersalamander ( = ” Lurchi ” ) sollte man es vermeiden, diesen anzufassen. Über die Hautdrüsen sondern sie ein schleimiges Gift ab, was aber nur für ihre Fressfeinde gefährlich ist. Es darf aber niemals mit Schleimhäuten ( Augen!) oder offenen Wunden in Berührung kommen. Deswegen sollte man nach einem Kontakt immer die Hände waschen. Hinzufügen möchte ich aber, dass man aber generell nicht diese Tiere anfassen soll, da eine Berührung für diese enormen Stress bedeutet, und nur dann, wenn sie unter Stress stehen, werden die Hautdrüsengifte produzieret.

    Zu den beiden einheimischen Salamanderarten:

    1. Der Feuersalamander ( Salamandra salamandra ) ist durch seine auffällige gelb-schwarze Färbung mit keinem anderen Lebewesen Mitteleuropas zu verwechseln. Die erwachsenen Tiere leben an Land und ernähren sich von Regenwürmern, Asseln, Schnecken und Insekten. Sauberes, langsam fließendes Wasser ebenso wie ein Tagversteck, vorzugsweise in Laubwäldern, ist für ihn wichtig. Das schränkt sein Verbreitungsgebiet gehörig ein, jedoch gilt er nicht als gefährdet. Feuersalamander kommen von Mitteleuropa bis ins nördliche Afrika vor. Die Larven schlüpfen schon im Mutterleib aus dem Ei und werden direkt ins Wasser abgesetzt. Die gelben Färbungen der Erwachsenen treten in zwei charakteristischen Mustern auf, die zwei Rassen kennzeichnen – entweder eher gefleckt, oder eher gebändert. Untersuchungen haben gezeigt, dass darüber hinaus auch nahe beieinander liegende Salamanderpopulationen sich genetisch stark voneinander unterscheiden können, deshalb bitte nicht an einem Ort aufsammeln und an einem anderen wieder zurücksetzen!

    Eigentlich ist der bis zu 20 cm große Feuersalamander nachtaktiv, aber an Regentagen findet man ihn auch tagsüber. In seinem Bewegungseifer ist er alles andere als feurig. Dem ungeachtet, falls man einen Feuersalamander finden sollte, ihn unbedingt dort lassen.

    2.Der Alpensalamander ( Salamandra atra) ist für die Amphibien erstaunlich weit in Richtung der Unabhängigkeit vom Wasser vorangekommen. Er bringt voll entwickelte, lungenatmende Junge zur Welt, ist also selbst für die Fortpflanzung nicht mehr auf das Wasser angewiesen! Nichtsdestotrotz ist sein Vorkommen auf Gebiete mit regelmäßigen Niederschlägen oder Nischen mit hoher Luftfeuchtigkeit begrenzt, da er sonst schnell austrocknen würde. Niederschläge nach längeren Trockenperioden bewegen Alpensalamander manchmal dazu, tagsüber auf Futtersuche zu gehen. Dann können sie in großer Zahl auftreten – ansonsten führen sie eher ein verborgenes Dasein. Sie ernähren sich hauptsächlich Würmer, Spinnen und Insekten.

    Die Gestalt des um 12 cm großen Alpensalamanders ähnelt der des Feuersalamanders – bis auf das Fehlen der gelben Flecken. Alpensalamander sind in den Gebirgsregionen zwischen 800 bis 2500 m nicht selten, jedoch sind sie, wie der Feuersalamander, nachtaktiv.

    ID 22665

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