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Ursprung der Monogamie?

25 Oct

Autor: admin - Kategorie: 1

Lieber Christoph: Wenn du bereits morgen eine sehr umfangreiche Präsentation abliefern sollst, aber erst heute eine entscheidende Frage dazu stellst, kann es nicht so weit damit her sein.

Vielleicht hilft dir der link trotzdem weiter: (er ist noch länger)
“Den genetischen Grundlagen von monogamem Verhalten war eine Gruppe von US-amerikanischen Neurobiologen auf der Spur, deren Ergebnisse im Juni 2004 in der angesehenen Fachzeitschrift Nature publiziert wurden.[3] Die Forscher hatten zwei nahe verwandte Arten der Wühlmaus untersucht: Wiesenwühlmäuse (Microtus pennsylvanicus) und Präriewühlmäuse (Microtus ochrogaster). Wiesenwühlmaus-Männchen leben einzelgängerisch und polygam, Präriewühlmaus-Männchen hingegen leben in der Natur in einer lebenslangen Brutpflegegemeinschaft, die jedoch nicht immer sexuell exklusiv ist. Im Gehirn der Tiere konnten die Forscher einen neurophysiologischen Unterschied ausmachen: Die monogam lebenden Präriewühlmaus-Männchen hatten deutlich mehr Rezeptoren für Vasopressin als die männlichen Wiesenwühlmäuse. Bei der Paarbindung wirkt zudem das Hormon Oxytocin mit, das beim Menschen wichtige Funktionen bei der Geburt hat und einigen Studien zufolge nach Verabreichung in die Nase einen kurzfristigen Vertrauenanstieg bewirkt.[4]

Die Forscher isolierten das Gen, das für die Herstellung des Vasopressin-Rezeptors verantwortlich ist und schleusten dieses Gen ins Vorderhirn von Männchen der polygamen Art ein. Das Ergebnis beschrieben die Autoren zurückhaltend so: „Wir erhöhen wesentlich die Ausbildung einer Paarbildungsverhaltens“ („we substantially increase partner preference formation“). Bereits ein einziges Gen könne also komplexes Sozialverhalten beeinflussen, und dies wiederum könne eine Erklärung dafür sein, dass sich das Sozialverhalten im Verlauf der Stammesgeschichte gelegentlich relativ rasch zu ändern scheint.”

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Kommentare

Sie finden hier 2 Kommentare zu “Ursprung der Monogamie?”

  1. toxy³™ meinte am 16. February 2010 - 17:58 Uhr

    tiere die junge grossziehen investieren in den nachwuchs erhebliche mengen an energie. evolutionaer lohnt sich das fuer das maennchen nur, wenn es sicher sein kann, dass der nachwuchs auch von ihm stammt. daher ist es daran interessiert, dass das weibchen keinen sex mit anderen maennchen hat.
    umgekehrt kann das weibchen in einer monogamen beziehung sicher sein, dass das maennchen all seine energie in die aufzucht der eigenen jungen setzt.

    bei gaensen kann man das ganz gut beobachten, da deren verhalten je nach nahrungsangebot wechselt. normalerweise leben die monogam, aber bei sehr viel futter haelt ein maennchen auch schonmal einen kleinen harem. umgekehrt kuemmern sich bei sehr wenig futter mehrere maennchen um ein einzelnes weibchen. (hab ich so zumindest mal wo gelesen)

    ID 4123

  2. Tante Gerti meinte am 17. February 2010 - 21:25 Uhr

    Monogamie ist auch ein Mittel der Geburtenkontrolle.

    ID 4124

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